Tischtennis – Reaktion ist alles

Unter dem Namen Ping Pong wurde Tischtennis Ende des 19. Jahrhunderts in England erfunden. Bereits 1901 wurde dieser Name aber als Marke geschützt, so wurde aus Ping Pong Tischtennis. Heute findet man die ursprüngliche Bezeichnung nur noch ab und zu im Hobbybereich wieder. In China wird der Name immer noch verwendet, dort wurde Ping Pong Ball ganz schnell zum Volkssport Nummer 1.

Entwicklung

1925 wurde der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) gegründet. Der DTTB ist der Spitzenverband im deutschen Tischtennissport. In ihm einigen sich die 20 Landesverbände, denen wiederrum etwa 10.000 Vereine mit insgesamt 614.000 Mitglieder angehören. Der Deutsche Tischtennis Bund wird bis heute ehrenamtlich geführt und verfolgt laut Aussage gemeinnützige Zwecke. Vor dem Zweiten Weltkrieg vertrat der DTTB sogar den gesamtdeutschen Tischtennissport.
Tischtennis ist eine Sportart, die in der Halle ausgeübt wird. Für ein Spiel wird, ein Tischtennistisch mit Netz, einen Tischtennisball und pro Spieler ein Tischtennisschläger benötigt.

Anforderungen

Die Spieler versuchen möglichst viele Punkte zu erzielen, in dem sie den Ball auf dem Tisch, über das Netz hin- und her spielen. Dabei versuchen sie, eigene Fehler zu vermeiden und gleichzeitig durch geschickte taktische Züge Fehler des Gegenspielers herbeizuführen. Traditionell wird auf einem mattgrünen Tisch gespielt. In den letzten Jahren sieht man aber immer öfter, besonders bei Turnieren oder Länderspielen, blaue Tische. Diese sollen einen besseren Kontrast zu dem weißen Ball, der einen Durchmesser von 4 cm besitzt, bieten. Den Einzelwettkampf bestreiten 2 Spieler, hier gibt es klare Regeln, die befolgt werden müssen. Zu Beginn des Aufschlags muss der Ball frei auf dem geöffneten Handteller liegen. Der Spieler mit Aufschlag wirft den Ball fast senkrecht und mindestens 16 cm in die Höhe. Fällt der Ball runter, muss der Aufschläger den Ball so schlagen, dass er zunächst im eigenen Spielfeld landet und erst dann über das Netz springt und so im Spielfeld des Gegners landet. Während der Aufschlagphase muss der Gegner den Ball jederzeit sehen können. Dies muss vom leitenden Schiedsrichter beurteilt werden können.

Wettkampfregeln

Sind alle Kriterien erfüllt und der Ball berührt trotzdem das Netz, muss der Aufschlag wiederholt werden. Kann der Ball das Netz nicht passieren, erhält der Gegner einen Punkt, eine Wiederholung des Aufschlags ist nicht möglich. Der Ballwechsel wird mit dem Aufschlag eingeläutet. Danach muss der Tischtennisball immer über das Netz oder um die Netzgarnitur gespielt werden, sodass er auf dem Spielfeld des Gegners aufspringt oder diese berührt. Aufschlagen auf der Tischkante zählt allerdings nicht.
Hat ein Spieler 11 Punkte erreicht und führt dabei mindestens mit 2 Punkten endet ein Satz. Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen, wobei hier meistens eine Best of Five Serie gespielt wird, das heißt, man muss 3 Sätze gewinnen, um als Sieger des Spiels gekürt zu werden. Bei sehr wichtigen Wettkämpfen wie zum Beispiel nationale Meisterschaften, Europa- oder Weltmeisterschaften, steht ein Sieger jedoch erst nach vier gewonnenen Sätzen fest. Die Seiten werden beim Tischtennis nach jedem Satz gewechselt. Im alles entscheidenden letzten Satz bei einem Stand von 2:2 (oder einem Stand von 3:3, wenn nach vier Gewinnsätzen gespielt wird), werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat.

Foto: malatray – Fotolia

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