Badminton – mehr als nur Federball

Badminton gehört zu den Rückschlagspielen und wird mit einem Federball (Shuttlecock) und einem Badmintonschläger pro Spieler gespielt. Beide Spieler versuchen den Ball über so über das Netz zu schlagen, dass dem Gegenspieler ein regelkonformes Rückschlagen nicht mehr möglich ist.

Badminton vs. Federball

Es wird sowohl von zwei Spielern als Einzel, oder auch im Doppel von 4 Spielern gespielt. Weltweit wird Badminton von über 14 Millionen Spielern in über 160 Nationen wettkampfmäßig ausgeübt. Der Deutschen Badminton Verband (DBV) wurde am 18. Januar 1953 gegründet, zum jetzigen Zeitpunkt gehören ihm 16 Landesverbände mit etwa 270.000 Mitgliedern in 2700 Vereinen an. Es gibt etwa 4,5 Millionen Freizeitsportler, die Badminton mehr oder weniger regelmäßig zuhause oder in einem der vielen Zentren ausüben.Badminton wird oft mit Federball verwechselt. Ein Vergleichen beider Sportarten ist jedoch nicht möglich, Badminton ist ein schnelles Spiel und wird nach festen Regeln gespielt. Federball verfolgt den Sinn der langen Ballwechsel, während man beim Badminton versucht seinen Gegner schnell zu Fehlern zu zwingen. Es erfordert von seinen Spielern ein hohes Maß an körperlicher Fitness und besticht durch seine große Laufintensität.

Regeln

Zu Beginn des Spiels muss die Spielfeldseite ausgelost werden. Dies erfolgt durch Hochwerfen eines Federballs auf die Netzkante oder durch Werfen einer Münze. Der Gewinner erhält das Recht aufzuschlagen oder auf einer bestimmten Seite das Spiel zu beginnen. Der Verlierer der Auslosung wählt die verbleibende Möglichkeit.
Der Aufschlag muss diagonal in das gegnerische Aufschlagfeld gespielt werden. Gleichzeitig muss sich der Schlägerkopf unterhalb von Taille und Schlaghand befinden. Der Kork-Fuß des Federballs muss auf alle Fälle zuerst getroffen werden. Beide Spieler, sowohl Aufschläger und Gegner, müssen zum Zeitpunkt des Aufschlags mit beiden Füßen in ihrem jeweiligen Aufschlagfeld stehen.
Der Spieler darf seine Aufschlagbewegung nicht unterbrechen. Von rechts beginnend wird dann der Federball abwechselnd von beiden Spielern diagonal hin und her gespielt, bis ein Punkt gemacht wurde, oder der Schiedsrichter auf Fehler entscheidet. Auch Fehler werden als Punkte gezählt.
Als Fehler werden unter anderem folgende Verstöße gewertet:
Berührt der Ball während des Spiels Körper oder Kleidung des Gegenspielers.
Wird der Ball zweimal getroffen.
Wird der Ball ins Netz gespielt oder unter dem Netz durch geschlagen.
Berührt der Ball während des Spiels die Decke.
Fällt der Ball außerhalb des Spielfeldes zu Boden.

Punkte

Gezählt wird meistens durch die „Ralleypoint“ Zählweise. Diese besagt, dass für jeden Ballwechsel ein Punkt vergeben wird. In allen Disziplinen werden zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt. Am Ende jedes Gewinnsatzes muss ein Spieler mindestens einen Vorsprung von 2 Punkten erreicht haben. Bei einem Spielstand von zum Beispiel 20:21 wird solange weitergespielt bis ein Spieler einen Vorsprung von zwei Punkten einfahren konnte. Maximal wird bis 30 Punkte gespielt. Bei einem Stand von 29:29 führt der nächste Punkt zum Sieg über den Satz oder das ganze Spiel. Am Ende eines Satzes müssen die Seiten gewechselt werden. Erreicht ein Spieler 11 Punkte, gibt es eine Pause von einer Minute, in der das Spielfeld aber nicht verlassen werden darf. Zwischen jedem Satz gibt es beim Badminton eine kurze Pause von zwei Minuten, in der Zeit dürfen die Spieler das Spielfeld verlassen.

Foto: mema – Fotolia

Ähnliche Berichte: