Vereinssport – eine willkommene Abwechslung zum Alltag
Der in Vereinen organisierte Sport zählt zu den größten Erfolgen der Bundesrepublik Deutschland. Er hat die Zerklüftung des Sports in der Weimarer Republik überstanden und konnte sich seitdem kontinuierlich weiter entwickeln. Seine enorme Wachstumsdynamik spricht für sich.
Aktivität
Im Jahr 1954 gab es etwa 23.000 Sportvereine mit 3,7 Millionen Mitgliedern, heute sind es grob geschätzt 87.000 Vereine, auf die sich etwa 26 Millionen Mitglieder verteilen. Knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung, vom Baby bis zu älteren Menschen, ist also Mitglied in einem Sportverein. Nicht mal Gewerkschaften kommen, was die Anzahl der Mitglieder angeht, an den Vereinssport heran. Nur sogenannte Hobbyclubs wie z.B. Wandervereine, Gesangvereine oder Bürgerinitiativen können ähnlich hohe Aktivitäten aufweisen. Der Vereinssport bildet also ganz eindeutig das Kernsegment in Sachen Breitensport, andere Anbieter von Sportgelegenheiten liegen weit abgeschlagen hinter dem Vereinssport.
Förderung
Der Vereinssport zeichnet sich durch seine Gesellschaftsfähigkeit aus, von Jung bis Alt, alle haben ihren Spaß. Aber nicht nur der Spaß spielt eine Rolle, es geht hier auch um Förderung der Gesundheit und das knüpfen und pflegen von Kontakten, was vor allem auch für Erwachsene ein großer Vorteil ist. Doch auch für Kinder und Jugendliche bietet der Vereinssport eine attraktive Freizeitgestaltung, im Zeitalter der Computerspiele und der allgemeinen Tendenz zu bewegungslosen Beschäftigungen wird hier der Gegenpol gebildet. Die Bewegung wird gefördert und die Aktivität im Verein sorgt auch für eine höhere Sozialkompetenz der Jugendlichen. Auch für ehrenamtliche Arbeit bietet sich der Vereinssport an. Beim Organisieren und herrichten von diversen Events wie Sportfesten oder Turnieren, zum Beispiel, wird jede helfende Hand gebraucht. Darüber hinaus spielt die Jugendarbeit eine große Rolle. Sei es beim Training der Kinder oder bei Ausflügen oder Auswärtsspielen, hierbei sind Betreuer immer gefragt.
Finanzierung
Eventuelle Kosten, wie Fahrtgeld, die hier entstehen können entweder Mitglied gespendet werden oder werden vom Verein übernommen.
Dies ist meist im Budget, das dem Verein zur Verfügung steht, vorgesehen. Das jeweilige Budget richtet sich nach den Einnahmen des Vereins. Die Einnahmen eines Vereins bestehen zum einen Teil aus dem Verkauf von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen. Zum anderen und größten Teil aber aus den Jahresbeiträgen der Mitglieder. Auch Sach- und Geldspenden werden hierzu gezählt. Der Großteil des Budgets muss allerdings in die benötigten Sportanlagen investiert werden. Hier fallen immer immense Kosten an. Vor allem wenn große Flächen oder bestimmte Geräte für die Ausübung des Sports benötigt werden. Bei Fußballvereinen mit eigenem Rasenplatz zum Beispiel ist der Kostenaufwand für Wasser und Strom enorm. Auch die Beschäftigung eines eigenen Platzwartes ist nicht unüblich. Vereine anderer Sportarten, wie Basketball oder Badminton können hier oft auf Turnhallen und –Geräte zugreifen, die großzügig von den zuständigen Gemeinden oder Schulen zur Verfügung gestellt werden. Dies manchmal sogar kostenlos, was den Jahresbeitrag im Verein deutlich senkt.
Spaß und Teamgeist
Nicht nur deshalb erfreut sich der Vereinssport weiterhin großer Beliebtheit. Fußball zählt unangefochten zu den beliebtesten Arten des Vereinssports. Dicht gefolgt von Turnen, Tennis, Schießen, Leichtathletik, Handball, und Reiten. Doch letztendlich ist es, egal wie beliebt eine Vereinssportart auch ist, alles, was zählt, ist der Spaß am Sport und der Teamgeist, der so erhalten bleibt.
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